Narkolepsie nach pandemischer Influenza A/H1N1/v-Impfung (Schweinegrippeimpfung) als Impfschaden anerkannt.

Es dürfte der erste Fall in Deutschland sein.

Durch Abhilfebescheid vom 2. Oktober 2013 wurde aufgrund des am 27. Mai 2013 eingelegten Widerspruchs die Erkrankung Narkolepsie nach der pandemischen Influneza-Impfung i. S. v. § 60 IfsG anerkannt.

Bei dem verabreichten Impfstoff handelt es sich um den mit Adjuvantien (Reaktionsverstärker) versehenen Impfstoff.

Die durch den Impfstoff ausgelöste Erkrankung Narkolepsie ist eine neurologische Erkrankung mit hirnorganischer Funktionsstörung. Der Hypocretinwert ist abgesenkt und führt zu einem gestörtem Schlaf-Wachrythmus. Kataplexien treten nach emotionaler Belastung auf. Alle Lebensbereiche sind durch die Erkrankung betroffen.

KIRCHEN    Rechtsanwältin Anja Dornhoff zog bis vor das Bundessozialgericht
Neue Entscheidung ermöglicht Entschädigung bei nicht mehr öffentlich empfohlener Impfung gegen Kinderlähmung.
sz • Die Zeiten, in denen man eine Ordnungswidrigkeit beging,wenn man sich nicht gegen Pocken impfen ließ, sind langevorbei. Allerdings beschäftigt die Problematik des Impfens immer noch die Gerichte, mittlerweile allerdings Sozialgerichte und nicht mehr Bußgeldstellen. Mit Anja Dornhoff hat sich eine Rechtsanwältin aus Kirchen darauf spezialisiert, möglichen Impfopfern zu ihrem Recht zu verhelfen.
Jahrzehntelang warb die Bundesregierung mit dem Slogan "Schluckimpfung ist süß - Kinderlähmung ist grausam". Durch die Verwendung eines Lebendimpfstoffs wurden die Polio-Wildviren in Europa ausgerottet. Ein kleines Zuckerstück, beträufelt mit dem Impfstoff, verhalf zu diesem enormen Durchbruch. Allerdings stellte man nach Angaben von Dornhoff dann fest, dass die Möglichkeit, einen Gesundheitsschaden durch den Impfstoff selbst zu erleiden, höher war als das Risiko, an Kinderlähmung zu erkranken. Deshalb sei Anfang 1998 die öffentliche Impfempfehlung der Behörden geändert worden: Statt der Schluckimpfung mit dem Lebendimpfstoff wurde die Injektionsimpfung mit einem Totimpfstbff gegen Polio öffentlich empfohlen.

Neues Sachverständigengutachten vom 16. November 2016 bestätigt, dass in der medizinischen Wissenschaft zurzeit keinerlei Ungewissheit mehr besteht, dass die pandemische Influenza-Impfung zur Auslösung von Narkolepsie - je nach Krankheitsverlauf-  führt.

Dies hängt vom zeitlichen Eintritt und der Art der Symptome ab. Die pandemische Influenza-Impfung ist in verschiedenen internationalen Untersuchungen als das Adjuvans bestimmt worden, welches für den Ausbruch einer erhöhten Welle von Narkolepsieanfällen mit Kataplexien bei entsprechender molekulargenetischen Prädisposition verantwortlich ist. 

Rechtsstreit um Impfschaden nach zwölf Jahren gewonnen


In Gesundheitsfragen kann eine anwaltliche Vertretung Gold wert sein. Rechtsanwältin Anja Dornhoff aus Kirchen vertrat eine Betroffene, deren Impfschaden nach einem zwölfjährigen Kampf mit insgesamt 19 Gutachten schließlich vor dem Landessozialgericht anerkannt wurde. Rückblende: 1997 wurde die Betroffene, damals ein einjähriges Mädchen, gegen Hepatitis-B sowie Haemophilus-in-fluenzae-b geimpft. Zunächst wurde das Kind zittrig und weinerlich, nach einem Tag kamen Zuckungen hinzu. Drei Tage nach der Impfung wurde das Kind mit über 40 Grad Fieber stationär eingeliefert. Kurz darauf bekam sie einen Krampf, in der Folgezeit litt sie unter einer nicht einstellbaren Epilepsie. Während des stationären Aufenthalts wurde festgestellt, dass das Kind ebenfalls an einer akuten Mierenentzündung litt. Einige Menschen tragen unerkannt die Anlage zur Epilepsie in sich, ohne dass diese jemals in ihrem Leben zum Tragen kommt. Nunmehr ging es um die Frage, ob die Epilepsie durch die Impfung oder die Nierenentzündung ausgelöst worden war. Der Gutachter sah als unmittelbaren Auslöser der Epilepsie die Nierenentzündung, allerdings nur wegen ihres schweren Verlaufs. Als Ursache für diesen schweren Verlauf wiederum wurde die Impfung verantwortlich gemacht. Das zwölf Jahre andauernde juristische Ringen war endlich vorüber. Der Impfschaden ist nicht zuletzt durch die Arbeit von Rechtsanwältin Anja Dornhoff nun endgültig dank ihrer Spezialisierung im Medizinrecht anerkannt.

Rheinzeitung vom 28.08.2010

sz Siegen. Gut besucht war der Informationsabend über Patientenrechte, den kürzlich die Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen und die Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen der Diakonie in Südwestfalen im Haus der Kirche in der Siegener Oberstadt anboten. Rechtsanwältin Anja Dornhoff aus Kirchen, spezialisiert auf Medizinrecht, erläuterte laut Mitteilung die vielfältigen Rechte, die Patienten gegenüber Ärzten haben.